Bilder in 3 Dimensionen - Probleme bei Anaglyphen-Bildern
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Die häufigsten Probleme treten durch unbedachtes Aufnehmen eines Bildes auf. Die beiden jetzt (räumlich durch Anschielen) zu sehenden Fotos von einem Alpenveilchen im Fenster zeigen viele Unarten, die man vermeiden kann:

Zu starke Kontraste (Himmel - bereits zum Großteil weggeschnitten - zum Hintergrund);
ungleichmäßige Ausleuchtung und Farbgebung (wahrscheinlich lrechtes Bild bei strahlender Sonne, linkes bei Wolken):
typischer Linienverlauf durch Weitwinkelverzerrung;
die Aufnahme der beiden Bilder erfolgten in zu großem Abstand, was zu starke "Räumlichkeit" ergibt;
die Körnigkeit des Bildes ist grob (durch zu hohen
ASA
-Wert);
nicht korrekte Fokussierung (Hintergrund scharf, Alpenveilchen nicht);
Beleuchtung der Blume sollte nicht zu kontrastreich sein.
Gerade bei einer Pflanze, die einem nicht weglaufen kann und im Zimmer nicht durch Wind bewegt wird, sollte man sich die Zeit nehmen, alle oben erwähnten Punkte zu berücksichtigen. Solche Bilder lohnen sich nicht, es sei denn, man hat besondere Gründe...
Jetzt zur Auswertung als Anaglyphenbild:

Hier oben das Ergebnis (Original)

Das rote Bild links wirft einen Schatten nach links und das Zyan-Bild einen nach rechts. Das wird
Ihnen sicher aufgefallen sein bei Betrachtung des noch nicht getrennten Bildes über den beiden
getrennten. Hat Sie das nicht gestört?
Übrigens, wenn Sie die Bilder anschielen, sehen Sie das hintere Alpenveilchen um das vordere
gewickelt. Sie müssen vertauscht werden. Probieren Sie doch mal, beide in Ihren Computer zu
kopieren, dann in einem Bildbetrachterprogramm - am besten Photoshop - in umgekehrter Rei-
henfolge nebeneinander zu setzen (Zyan links - Rot rechts). Dann müßte es stimmen, sogar mit
der Farbe.
Das jeweilige Alpenveilchen wurde aus dem ganz oben gezeigten Bildern ausgeschnitten. Nachdem
dann der Hintergrund aufgehellt worden war, wurde ein neues Anaglyphenbild erstellt (linkes Bild).
Dann wurde zum notwendigen Bildpaar für die Anaglyphenerstellung ein neues gebastelt (wie unten
beschrieben). Hier das Ergebnis:
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Links ist die Raumwirkung gleich der beim Original. Die "Schatten" sind immer noch nicht ganz weg.
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Hier rechts sind die Alpenveilchen, die aus den beiden Bilder ganz oben ausgeschnitten worden sind (mit Polygon-Lasso), wurden sie übereinan- gesetzt. Das Ergebnis ist ganz geringe Raumtie- fe. Aber die Schatten sind weg. |
Das Übereinandersetzen geht so: Bild 1 wird gelassen, das ausgeschnittene Veilchen (im Ebenen-
fenster von Photoshop erst angeklickt und - Verschiebewerkzeug an - gezogen) darauf gesetzt und
bei der linken "Falte" zur Deckung gebracht (nach Reduzierung der Deckkraft im Ebenenfenster). Sie
sehen im linken Bild das rote und bläuliche Zipfelchen noch weit voneinander entfernt. Nach "Ebenen
auf Hintergrund reduzieren" als Bild 2 speichern!! Also "Datei - speichern unter". ( Wenn Sie einfach
nur auf Speichern drücken, ist Ihr erstes Bild weg. Das kann einem leicht passieren.)