Bilder in 3 Dimensionen - Linsenrasterverfahren
Neu-
Mit dem von Buhl: "Bilder in 3D" (etwa 20 Euro) gekauften Programm wurde vorgegebene Bilder mitgeliefert, z. B. von einem Eichelhäher, der hier wegen der Probleme bei der eventuell zu langsamen Darstellung im Internet "entfärbt" (also in Graustufen verwandelt) wurde. Außerdem wurde er auf 1/5 der ursprünglichen Bildgröße reduziert. Es liegen 9 Bilder für das Linsenrasterverfahren vor. Das erste Bild und das letzte sowie Nummer 5 werden hier gezeigt:



Man sieht ganz deutlich den Unterschied der Blickwinkel. Da Sie ja wohl hoffentlich die Schieltechnik beherrschen, können Sie sich auch den räumlichen Unterschied anschauen zwischen erstem Bild und dem mittleren - dann dem mittleren und dem dritten Bild. Wenn Sie Ihre Augen auf das mittlere Bild ansetzen und zu schielen anfangen, sollten Sie schließlich 4 Bilder sehen - wobei die beiden Bilder in Mitte räumlich wirken.
Von
>hier
< aus kommen Sie zu allen 9
Bildern zum Anschielen.
Vielleicht können Sie sich vorstellen, daß man gleitend von einem ersten Bild zu einem zweiten, von da zu einem dritten und vierten (hier ja "aus Internetgeiz" nicht vorhanden) usw. räumlich sehen könnte. Eben das geht mit dem Linsenraster.
Nachdem
in dieses Programm (Bilder in 3D) die 9 Eichelhäher eingelesen worden waren und
"Linsenraster" angeklickt wurde, kam folgendes Bild - hier nur ein kleiner
Ausschnitt.
Im Programm waren 30 lpi gewählt. (Ja, was mag das sein? Linien
pro Zoll oder besser "lines per inch" = 25,4 mm.) Nachdem dieses Bild gedruckt
worden war, wurde darauf eine Linsenrasterplatte, auch mit 30 lpi gelegt. Die
Linsen sind (im Gegensatz zu den "Kugelausschnitten", die wir als
Vergrößerungsglas kennen) linienförmig und im nächsten Bild - stark vergrößert
als Ausschnitt zu sehen. (25,4 / 30 mal [7,5 Linienlinsen + Seitenpfalz von etwa
eine Linsenbreite] = 7,2 mm ist der Ausschnitt breit. Die Platte selbst ist etwa
1,5 mm dick ohne Linsenwülste.)
Nun stelle man sich vor, daß die (natürlich durchsichtige) Linsenrasterplatte (die Postkartengröße hat, also 10 cm x 15 cm) auf den gerasterten Vogel gelegt wird, wobei die Rasterlinien des Drucks und der Linienlinsen genau parallel laufen müssen. (Die glatte Seite, also die Seite ohne die Linienlinsen, liegt auf dem Bild); dann sieht man vom Raster eine ganz bestimmte Bildrasterlinie - hier des Vogelkopfes (den man sich entsprechend des gezeigten Ausschnittes von der Linsenrasterplatte vergrößert denken muß) - je nach Richtung unter einem Linsenstreifen . Unsere beiden Augen schauen aus verschiedenen Richtungen auf eine Linsenlinie. Das rechte Auge wird also immer - unvermeidlich - eine andere Bildrasterlinien sehen als das andere. Das Bild ist also immer räumlich zu sehen. Sie meinen, ein ganz schön dickes Bild vor sich zu haben. (Ist es aber natürlich nicht.) Wenn Sie das Bild bewegen, dreht sich der Eichelhäher im Bereich, wie aus den obigen Schielbilder zu sehen.
Das
Bild links soll verdeutlichen wie das mit dem Betrachten abläuft. Gehen wir von
den 9 Aufnahmen aus, die vom Eichelhäher aus verschiedenen Blickrichtungen
gemacht wurden und die die obige Verzweigungsmöglichkeit als Serienschielbild
zeigt. (Einfach nochmal >hier
<
klicken.)
Diese 9 Bilder wurden vom Programm, das ein "Endbild" an die Linsenrasterung anpaßt, in schmale Streifen zerlegt und zwar so, daß ein Streifen von Bild 1 an den entsprechenden von Bild 2, Streifen von Bild 2 an Streifen von Bild 3 grenzt und so weiter, bis der Streifenausschnitt von Bild 8 an 9 grenzt. Dann kommt der nächste Streifen von Bild 1 dran und so weiter, und so weiter. Stellen Sie sich vor, solch eine Schnipsellei wollte einer mit der Schere machen und aufkleben.
Im links gezeigten Bild sind nur die allerersten Schnipsel aus den 9 Bildern schematisch dargestellt und noch 3 aus dem nächsten Zerlegungsprozeß. (Natürlich haben die Streifen keine Ränder, wie im Schema zur Verdeutlichung gezeichnet.) Nehmen wir an, daß wir zuerst etwas schräg von links auf das Bild schauen, dann sieht (wegen der Lichtbrechung an der Streifenlinse) ein Auge (rote Strahlrichtung) die Streifen von Bild 1 und das andere (dunkelgelbe Strahlrichtung) die von 2. Die Streifen 3 bis 9 können wir aus dem schematisch angedeuteten Blickwinkel nicht sehen. (Daher sehen wir Streifen bei der Bildbetrachtung.) Aber wenn wir das Bild oder unseren Kopf etwas (sehr langsam) verschieben, erreichen wir Streifen 2 und 3; noch ein wenig Verschiebung: 4 und 3, bis schließlich 9 und 8.
Räumliches Sehen geht also nur mit 2 Augen - wie immer.
Hiernach werden zwei Linsenrasterbildern (etwas größere Ausschnitte) als Schielbilder gezeigt. (Ein Linsenrasterbild wurde aus den beiden verschiedenen Blickwinkeln des Augenabstand - des Autors abfotografiert. Diese Sichtweise über 2 Schielbilder kann natürlich ein echtes Linsenrasterbild nicht ersetzen.)

Nimmt man einen dichteren Linienraster, so steigert sich die Qualität etwas. Aber das Justieren der Linsenrasterkarte auf dem Bild wird schwieriger.